save-me Freiburg

Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Doch noch nie war Fliehen so schwer wie heute. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen.

Weltweit sitzen Hunderttausende von Flüchtlingen am Rande von Krisengebieten in Lagern fest, ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben. Der Weg nach Europa ist ihnen verstellt. Die Hürden sind nahezu unüberwindbar. Die Fluchtwege sind weit, teuer und gefährlich. Tausende versuchen es trotzdem und sterben auf der Flucht. Nur wer fit ist, wer also über Geld, Einfluss, viel Zähigkeit und Glück verfügt, hat eine Chance. Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen meist nicht.

Was wäre eigentlich, wenn wir diesem Flüchtlingselend nicht mehr tatenlos zuschauen würden? Wenn wir Menschen aus den Lagern heraus nach Deutschland holen würden? Wenn wir tatkräftig zeigen würden, dass uns das Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist?

Die Idee ist nicht neu. Immer wieder nehmen Staaten Flüchtlinge aus akuten Krisensituationen auf und gewähren ihnen sicheren Aufenthalt. Deutschland hat zuletzt vietnamesische Boatpeople und Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Bosnienkrieg aufgenommen.

Dieses Resettlement genannte Verfahren kann sicher nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein, aber es ist vielleicht für einige die Rettung. Lange, gefährliche und teure Fluchtwege könnten vermieden werden. Resettlement ist sicher kein Ersatz für Asyl: nach wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, an europäischen Grenzen Schutz und Asyl zu fordern. Aber Resettlement könnte ein deutliches Signal setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.

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Die save-me Kampagne spricht sich für ein stetiges Resettlement-Programm aus. Diese Forderung steht jedoch dem Recht auf Asyl, das seit 1993 schwere Einschnitte erfahren hat, nicht entgegen, sondern soll dieses ergänzen.

Auch möchte die save-me Kampagne mit ihrer Forderung, Flüchtlinge aufzunehmen, nicht die vielen seit mehreren Jahren in Deutschland lebenden Menschen vergessen, die keinen sicheren Aufenthaltstitel haben und deren Zukunft ungewiss ist.

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